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Unser neu umgebautes Restaurant


Zum Dorfkrug

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Neues Leben für "Engelbarts Dorfkrug"

Margret und Herbert Kohlmann haben die Gaststätte umgebaut

von Ulrike Schumacher

 

BORGFELD. Die alte Borgfelder Dorfschänke ist mit der Zeit gegangen. Ein sonniges Ambiente nimmt den Besucher in Empfang, auf dem Boden verbreiten terrakottafarbene Fliesen eine behagliche Wärme, durch die neuen großen Fenster kommt viel Helligkeit herein. Margret und Herbert Kohlmann haben der Gaststätte zwischen Grundschule und Kirche ein ganz neues Aussehen verpasst.

Gut 200 Jahre ist es her, seit aus dem alten Bauernhaus eine Gastwirtschaft wurde. Das Gebäude selbst, hat der Borgfelder Arbeitskreis Heimatarchiv recherchiert, sei schon im Jahr 1625 errichtet worden. Zeitweilig - nämlich von 1890 bis 1908 - habe sich im Anbau auch die Post befunden, bis Johann-Heinrich Lachmund in der Borgfelder Landstraße 8 ein Postgebäude errichtete. Dort in der Hauswand über der Tür kann man noch heute eine Taube entdecken, die einen Brief im Schnabel hält.

"Zum Dorfkrug" steht jetzt über dem Eingang der Gaststätte, und das erinnert nicht zufällig an die zurückliegende Gaststättengeschichte. "Engelbarts Dorfkrug" hieß es frührer, Fidi Engelbart war hier der Wirt. "Zu Fifi Engelbart" ging man auch dann noch, als die nachfolgenden Wirte schon ganz andere Namen trugen. Hier trafen sich Gesellschaften nach Beerdigungen bei Kaffee und Butterkuchen, hier war Umschlagplatz für die neuesten Neuigkeiten aus dem Dorf, und hier wurde der legendäre "Stammtisch to`n Peerholschen bi Fidi Engelbart" gegründet. Im April 1967 war`s.

Vor vier Jahren wurde die Gaststätte geschlossen. "Drei Jahre stand sie leer", erzählt Margret Kohlmann. Bis sich die Vereinswirtin der Borgfelder Schützengilde zusammen mit ihrem Mann dazu entschloss, der Gastronomie zu neuem Leben zu verhelfen. Etliche Freunde hätten mit angepackt, als die Räume von Grund auf saniert wurden, erzählt das Ehepaar. Nun präsentiert sich der Dorfkrug offener und großzügiger. Zentraler Blickfang und ganzer Stolz des neuen Betreiberpaares ist der selbst entworfene und selbst gebaute Tresen, dessen warmes Buchenholz sich harmonisch in den großen Raum einfügt. Hinzugekommen ist ein weiterer Raum mit Tisch und Stühlen im hinteren Bereich des Hauses. Auch eine neue Gastronomieküche haben Kohlmanns einbauen lassen. Wobei aber das Essen nicht im Vordergrund stehen soll. Das sagt Margret Kohlmann, die zunächst weiterhin die Gastronomie im Vereinsheim der Schützen betreiben wird. Inhaber des Dorfkrugs ist ihr Mann. Wer wolle, könne hier kleine Speisen wie Kotelett, Frikadellen, Tagessuppe oder Bratkartoffeln mit Knipp bekommen. Später könnte auch ein regelmäßiger Mittagstisch hinzukommen, blickt das Paar in die Zukunft. Ab Frühjahr soll es im Dorfkrug zu den Wochenenden zudem "thematische Küche mit Voranmeldung" geben. Und wenn es draußen wieder wärmer wird, können die Gäste auch vor dem Haus auf der Terrasse sitzen. Später würden Kohlmanns außerdem gern Gästezimmer vermieten.

Jetzt wollen sie aberr erst einmal Eröffnung feiern. Ab dann heißt es für die Borgfelder außer dienstags, wenn Ruhetag ist, vermutlich wieder: "Wir gehen zu Fidi Engelbart."

 

 

 

 

 

 

Zum Dorfkrug

 


 
Letzte Änderung: 22.05.2017